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31 Oktober 2020

Vaghinak Ghazaryan, Armenien

Ruhender Soldat

Ein Soldat liegt in einem Graben, auf einer Plastikplane ruhend, im nordöstlichen Teil von Syunik, Nerkin Khndzoresk, Armenien, am 31. Oktober.

Im Zweiten Berg-Karabach-Krieg (27. September bis 9. November) gab es die schwersten Kämpfe zwischen ethnischen armenischen Kräften und Aserbaid-schan um das umstrittene Gebiet seit der ersten Ausein-andersetzung in den 1990er Jahren. Der erste Krieg endete in einem unsicheren Waffenstillstand, wobei ethnisch-armenische Kräfte die Kontrolle über weitere sieben an Berg Karabach angrenzende Gebiete erlangten und einen de facto unabhängigen Staat, Artsakh, ausriefen. Die beiden Seiten hielten eine angespannte Koexistenz aufrecht, welche im Jahr 2020 zum Krieg eskalierte. In einem von Russland vermittelten Vergleich einigten sich die Parteien darauf, die Feindseligkeiten einzustellen. Aserbaidschan erhielt Teile von Berg-Karabach und die angrenzenden Gebiete Lachin, Kelbajar und Agdam zurück, die Regionalhauptstadt Stepanakert blieb jedoch unter ethnischer armenischer Kontrolle. Ein Korridor, der von russischen Friedenstruppen patrouilliert wird, wird Armenien mit Stepanakert verbinden.

Audiokommentar

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