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30 November 2020

Jérémy Lempin, Frankreich

Doktor Peyo und Herr Hassen

Marion (24), die an metastasierendem Krebs leidet, umarmt ihren Sohn Ethan (7) im Beisein von Peyo, einem Pferd, das in der tiergestützten Therapie eingesetzt wird, in der Palliativstation Séléne im Centre Hospitalier de Calais in Calais, Frankreich, am 30. November.

Die tiergestützte Therapie, auch bekannt als Haustiertherapie, wird in vielen klinischen Bereichen eingesetzt, insbesondere in der psychologischen Therapie und der Palliativmedizin. Tiere scheinen in der Lage zu sein, Angst und Stress zu reduzieren und auch körperliche Effekte zu haben, wie z. B. die Senkung des Blutdrucks, die Verbesserung der Herzfrequenz oder die Unterstützung bei der Schmerzbehandlung. In Hospizen wird versucht, die natürliche Bindung zwischen Mensch und Tier zu nutzen, um todkranken Patienten Trost, Ruhe und Begleitung zu bieten. Pferde scheinen für die Palliativmedizin besonders geeignet zu sein, da sie intensiv mit ihrer Umgebung verbunden sind. Peyo arbeitet mit seinem Trainer Hassen Bouchakou bei Les Sabots du Coeur, einer Organisation, die sich der tiergestützten Therapie und der wissenschaftlichen Erforschung des Themas widmet. Er unterstützt jeden Monat etwa 20 Patienten, und Wissenschaftler untersuchen jetzt seine instinktive Fähigkeit, Krebs und Tumore zu erkennen.